Bedeutung kneten:
Brand und Feuerwehr
Aus a wird ä:
Regeln entdecken
Obstsalat:
mit Silben hantieren
Karin Pfeiffer, Autorin
der Silben-Methode

Regeln lernen oder Spaß mit eigenen Texten haben? Wir machen beides!

Hilfe bei Legasthenie und Lese-Rechtschreib-Schwäche

Hier lernt Ihr Kind:

  • Schreiben und Lesen genauso wertzuschätzen wie das Reden - und so viel Spaß daran zu haben
  • frei zu schreiben und dadurch sein eigenes Ausdruckspotential zu erleben
  • die Laute präzise zu unterscheiden ("phonologische Bewusstheit")
  • den Lauten Buchstaben zuzuordnen und umgekehrt
  • die Form der Buchstaben zu erkennen und wiederzugeben
  • in flüssiger Bewegung zu schreiben
  • Wörter aus Silben zusammenzusetzen (Silben-Methode)
  • diejenige Lese-Förderungs-Methode zu wählen, die ihm am besten entspricht (u. a. das Einprägen von Silbenbildern oder das Buchstabieren)
  • Rechtschreibstrategien anzuwenden, die seinem Denktyp entsprechen (Regeln oder Gedächtnistechniken des Visualisierens und Assoziierens)
  • seine Wahrnehmung bewusst zu steuern, um Schwindel und Übelkeit zu vermeiden

Legasthenie ist keine Krankheit

Sie beruht vielmehr auf einem stark ausgeprägten bildhaften Denken und geht oft mit überdurchschnittlicher Intelligenz einher. Deshalb spreche ich von "Hilfe" bei Legasthenie, nicht von Therapie. Dabei kombiniere ich den handlungsorientierten Spracherfahrungsansatz (nach Brinkmann und Brügelmann), mit der FRESCH-Methode des rhythmisch-synchronen Sprech-Schreibens, mit Übungen zur Förderung von Teilleistungen (phonologische Bewusstheit, visuelle Differenzierung, Raum-Lage-Orientierung etc.) und den Hilfen für Bilddenker.

Spaß mit der Schriftsprache? - Gewusst wie!

Als Montessori-Pädagogin (und frühere Texterin) liegt es mir besonders am Herzen, den Spaß an der Schriftsprache zu wecken. Denn die Aufarbeitung von Legasthenie ist ja kein Selbstzweck, selbst wenn zunächst "nur" der Notendruck ausschlaggebend war. Das Lesen und Schreiben soll von den Kindern für ihre ureigensten Interessen genutzt werden können:

  • Spaß an interessanten Lesetexten:
    Ich verwende "echte" Lesetexte, z. B. Sachtexte über Delphine, Ritter, Indianer etc. und beliebte Kinderliteratur.
  • Selber Geschichten erfinden und schreiben:
    Mit Techniken des "Kreativen Schreibens" ermutige ich die Kinder, ihren eigenen Gedanken, Ideen und Gefühlen Ausdruck zu verleihen.
  • Mit Sprache spielen: Bei Wortspielen und Wortschöpfungen erleben sich die Kinder als sprachmächtig, und die Ohnmachtsgefühle wegen schlechter Rechtschreibnoten treten in den Hintergrund.

Sogar Rechtschreibung macht Spaß - mit den richtigen Mitteln!

Jedes Kind hat spezielle Potenziale. Und genau da setze ich an. Bei einer Lese-Rechtschreib-Schwäche (vorübergehend) können wir mit Regeln arbeiten. Dazu lasse ich die Kinder z. B. Wörter suchen und vergleichen, Hypothesen zur Rechtschreibung aufstellen, diese selbstgemachten Regeln anwenden und prüfen, verbessern usw. So verstehen sie die Regeln durch Musterbildung und durch Ordnung von Beispielen. Dabei folge ich dem Spracherfahrungsansatz nach Brinkmann und Brügelmann.

Bei Kindern mit Legasthenie (bleibend) sind Strategien erfolgreich, die ihr ausgeprägtes Bilddenken nutzen. Mit ihnen arbeite ich u. a. mit den Mnemotechniken des Visualisierens und Assoziierens.

Damit die Lernvoraussetzungen stimmen:

Falls bei Ihrem Kind Lernblockaden, Ängste oder Entwicklungsverzögerungen in der Zusammenarbeit von linker und rechter Hirnhälfte vorliegen, unterstütze ich Ihr Kind durch:

  • Brain-Gym (Angewandte Kinesiologie nach Dennison)
  • EFT (Emotional Freedom Technique nach Craig)
  • Übungen nach Padovan
  • die Lerntyp-Bestimmung nach Hannaford (s. Nachhilfe) und
  • spieltherapeutische Mittel

Anzeichen einer Legasthenie oder Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS)

Die Kinder lesen zum Beispiel:

  • langsam und stockend
  • klagen z. T. nach wenigen Zeilen über Übelkeit und Schwindelgefühle
  • können ähnlich klingende Laute nicht deutlich unterscheiden (m/n, g/k, b/p, d/t)
  • lassen Wörter aus
  • erraten manche Wörter eher als sie zu lesen ("Kontextspekulanten")
  • überspringen Buchstaben, Wortteile oder ganze Wörter
  • verdrehen die Reihenfolge mancher Buchstaben (ie statt ei)
  • verwechseln b, d, p und q
  • können nicht vorausschauend lesen und kaum den Sinn erfassen

Sie schreiben zum Beispiel:

  • oft sehr langsam und mit einer verkrampften Stifthaltung
  • können die Zeilen nicht einhalten
  • legen das Blatt oft sehr schräg
  • machen im Diktat auffallend viele Fehler
  • verdrehen Buchstaben, Silben oder Wörter oder lassen sie aus
  • können den Lauten nicht Buchstaben zuordnen
  • verwechseln ähnlich klingende Laute

Und oft fällt es ihnen schwer, Rechtschreibregeln zu verstehen und anzuwenden (etwa zur Groß- und Kleinschreibung, zum Dehnungs-h und zur Mitlautverdopplung).

Nachteilsausgleich für Legastheniker

Sie können Ihr Kind bei einem Kinderpsychiater oder in einer kinderpsychiatrischen Klinik auf Legasthenie testen lassen. Der Test besteht aus einem Intelligenztest und der Testung des Lese- und Rechtschreibvermögens. Falls eine Legasthenie oder Lese-Rechtschreib-Schwäche diagnostiziert wird, erhält Ihr Kind in der Schule den sog. Nachteilsausgleich: Bei Proben bekommt es mehr Zeit (bis zu 50%), und die Rechtschreibung wird nicht benotet. Mit dem Gutachten können Sie beim Jugendamt die Förderung einer "Legasthenie-Therapie" beantragen. Da das Jugendamt leider nur "psychologische Psychotherapeuten" anerkennt und nicht Absolventen eines Lehramtsstudiums (ich habe als Grundausbildung das Erste Staatsexamen für Deutsch und Kunsterziehung), müssen Sie bei mir selber bezahlen.